Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

 

                                       Arthrose     

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Arthrose = Gelenkabnützung

Bei der Gelenkabnützung (Arthrose) kommt es zu einer zunehmenden Aufrauhung des Knorpels. Das führt in der weiteren Folge zu einem verstärkten Abrieb im Gelenk und dadurch zu entzündlichen Reaktionen. Außerdem kommt es bei einem zunehmendem Knorpelschaden zusätzlich zu Knochenveränderungen in der Gelenkumgebung. Diese erkennt man gut auf einem Röntgenbild.

Ursachen: Verletzungen, Fehlbelastungen, Überlastungen, frühere Knochenbrüche, Meniscusschäden, rheumatische Erkrankungen

Beschwerden: Schmerzen und Schwellungen nach Belastungen wie Sport, Stiegensteigen, Bergabgehen, Gartenarbeiten

Therapiemöglichkeiten:

Konservative Knorpelbehandlung:

  • Physikotherapie (Bestrahlungen, Stromtherapien, Packungen) 
  • Akupunktur                                                                               
  • Heilgymnastik                                                                               
  • Heilbehelfe                                                                               
  • Schuhversorgung                                                                             
  • Therapie mit knorpelaufbauenden Substanzen: 
    • zum Einnehmen                                     
    • als Injektionskuren direkt in das betroffene Gelenk

Operative Therapie:

Größere Gelenke wie das Kniegelenk, Schultergelenk, Ellenbogengelenk, Sprunggelenk aber teilweise auch das Hüftgelenk und Handgelenk können arthroskopisch behandelt werden (mittels Gelenkspiegelung).

Bei der Arthroskopie werden über zwei kleine Hautschnitte (ca 7mm) eine Sonde mit aufgesetzter Kamera und ein Häkchen zum Betasten der Gelenkstrukturen ins Gelenk eingebracht. Die Kamera liefert ein Bild auf einem Fernsehschirm, auf dem die Gelenkabschnitte betrachtet werden.

                          

Mit Instrumenten, welche anstelle des Tasthäckchens eingebracht werden (Scheren, Zangen, motorisierte Fräse etc.) können Knorpelanteile geglättet, freie Knorpelanteile und überstehende Knochenanteile, sowie entzündetes Gewebe entfernt werden. Ferner werden auch abgenützte und eingerissene Meniscusanteile entfernt. Geschädigte Knorpelanteile können auch von vorne (anterograd) oder von hinten (retrograd) angebohrt werden.

Bei ausgeprägten Knorpelschäden (StadiumIV) kann man bei bestimmten Fällen folgende neue Methoden anwenden:

           

 Kniegelenk                      Schultergelenk

1) Microfracture Methode nach Dr.Steadman, USA

2) Mosaikplastik (direkte Knorpeltransplantation)

3) Knorpelzellentransplantation

4) HemiCAP

1) Microfracture Methode:

Bei dieser wird mit kleinen Meißeln mittels Arthroskop die Durchblutung an der abgenützten Knorpelstelle angeregt, um die Entstehung einer Faserknorpelbildung zu erreichen.

2) Mosaikplastik (direkte Knorpeltransplantation):                      

Vom Rand des Oberschenkelknorpels werden gesunde Knorpeltransplantate entnommen und an der geschädigten Stelle des Gelenkes wieder eingesetzt.

                                            

3) Knorpelzellentransplantation:

Bei dieser wird ein Knorpelstück aus dem Knie entnommen und im Labor weitergezüchtet um dann schlussendlich wieder in das Gelenk eingebracht zu werden. In diesem Falle sind zwei operative Eingriffe notwendig.

4) HemiCAP:

Es handelt sich um ein Chrom-Cobalt Implantat, dass sich immer homogen in die gesunde Oberfläche des Gelenkes einfügen lässt. Dieses seit vielen Jahrzehnten bewährte Material zeichnet sich im Besonderen durch seine hervorragenden Gleiteigenschaften und hohe Biokompatibilität aus. Die Rückfläche ist mit einem Konus versehen und hat eine Titanplasma-Schicht wodurch es zu einer stabilen Verankerung im Knochen kommt.

 

                  

Liegt eine Gelenkfehlstellung vor, so muss diese korrigiert werden. Diese Art der Operation ist am häufigsten beim Kniegelenk (X-Bein, O-Bein) notwendig. Dabei wird durch Entnahme eines vorher berechneten Knochenkeiles  oder durch Aufkeilung eine Geradestellung und somit eine Korrektur der Fehlstellung erzielt und mittels Platte und Schrauben fixiert.

 

                                       

aufklappende              geschlossenen Korrektur                                               Keilentnahme am Oberschenkel

                         am Unterschenkel

 

Bei sehr schweren Formen der Gelenkabnützung muss ein künstlicher Gelenkersatz implantiert werden. Diese Form der Operation wird vor allem am Hüftgelenk und am Kniegelenk, aber auch an der Schulter und am Sprunggelenk durchgeführt.

Sämtliche hier dargestellten Therapieformen werden von mir in der Ordination bzw. im Krankenhaus Waidhofen durchgeführt.

Sollten Sie dazu weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an mich.

 

Bildmaterial: Hemicap: Arthrosurface Inc.,28 forge parkway, franklin, ma 0238
                   Osteotomien: Integra lifesciences Corporation,311 Enterprise Drive, Plainsboro NJ 08536


Kontaktinformation

Telefon
07442/54545
 
Postadresse
Erhard Wildplatz 1, A3340 Waidhofen/Ybbs
 
E-Mail
ordination@bischofreiter.at
 

 

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