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Hallux valgus (sog.Frostballen) Hallux valgus Bildungen können sowohl erblicher Natur sein als auch durch Fußfehlbelastungen zustande kommen. Sie führen zu starken Schmerzen, Gehbehinderungen bis zur totalen Deformierung des Vorfußes. Länger bestehende Hallux valgus Deformierungen bewirken oft das Entstehen einer Arthrose (Abnützung) im Großzehengrundgelenk, eines durchgebrochenen Spreizfußes oder einer Hammerzehe. Die operative Versorgung ist je nach Ausmaß der Fehlstellung und der bereits bestehenden Abnützung im Großzehengrundgelenk unterschiedlich. Nach der Operation bekommt der Patient einen speziellen Verband und einen entsprechenden Verbandsschuh für 3-4 Wochen. Anschließend erfolgt die Versorgung mit einem Zehenkeil am Tag und einer Hallux valgus Nachtschiene für weitere 8 Wochen. Die Belastung des Fußes ist ab dem ersten Tag erlaubt. 2 unterschiedliche Methoden:
vor der Operation nach der Operation Arthrose im Großzehengrundgelenk Die Arthrose (Knorpelabnützung) im Großzehengrundgelenk führt zur Einsteifung der 1.Zehe. Diese Krankheit sollte nicht mit einer Hallux valgus Fehlstellung verwechselt werden. Beide Krankheiten können aber durchaus gleichzeitig vorkommen. Handelt es sich ausschließlich um eine Abnützung, dann führt diese zu einer gestörten Abrollbewegung mit starken Schmerzen im Vorfuß mit Ausstrahlung bis in den Unterschenkel. Bei der Operation werden ja nach Ausmaß der Abnützung lediglich die abgenützten Gelenkteile entfernt sog. Cheilectomie oder nach Entfernung der arthrotischen Gelenkteile mit einem Gewebelappen überzogen (Interpositionsarthroplastik) bzw. eine Metallkappe (HemiCAP) aufgesetzt. Der Patient hat im Wesentlichen mit derselben Nachbehandlung wie bei einem Hallux valgus zu rechnen (Verband für 3-4Wochen, Belastung mit einem Verbandsschuh ab dem 1.Tag, gegebenenfalls auch Zehenkeil und Nachtschienenverordnung). In speziellen Fällen ist auch eine Gelenkversteifung (Arthrodese) erforderlich.
Arthrose Interposition Schraubenarthrodese
HemiCAP Metatarsalgie (Durchgebrochener Spreizfuß ) Normalerweise hat der Vorfuß ein Quergewölbe., so dass die Belastung vor allem vom Großzehen- und Kleinzehenballen, sowie von der Ferse getragen wird. Durch Ursachen wie Überlastung, Rheuma, zu lange bestehender Hallux valgus , oft auch aus unklarer Ursache, kann dieses Quergewölbe einbrechen. Das heißt die Zehengrundgelenk der zweiten, dritten und vierten Zehe sinken nach unten und werden dadurch vermehrt belastet. Das führt zu starken Belastungsschmerzen und in der weiteren Folge zu einer deutlichen Schwielenbildung an der Fußsohle. Die operative Korrektur erfolgt je nach Schwere der Störung unterschiedlich. Häufig angewendete Methoden sind die sog. Mittelfußosteotomie nach Helal bzw. die Osteotomie nach Weil.
Bei der Osteotomie nach Helal werden die Mittelfußknochen durchtrennt und schräg nach oben versetzt. Nach der Operation bekommt der Patient einen speziellen Verband, sowie einen Verbandsschuh für 4Wo. Die Belastung ist ab dem ersten Tag erlaubt. Hammerzehen Kommen im Rahmen von verschiedenen Fußdeformitäten (Spreizfuß, Hohlfuß, Plattfuß) vor. Durch Schuhdruck entstehen schmerzhafte Schwielen. Die Therapie der Wahl ist die Operation. Diese wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Dabei wird die Schwiele entfernt und eine Kondylenresektion der Grundphalanx angeschlossen. Nach der Operation bekommt der Patient einen speziellen Verband. Die Belastung ist ab dem ersten Tag erlaubt. Kleinzehenballen Entspricht der sog.Frostbeule an der großen Zehe und kann daher ebenfalls zu erheblichen Druckbeschwerden im Schuh führen. Diese Veränderung kommt vor allem bei Patienten mit abgeflachtem Längsgewölbe vor. Bei der Operation wird analog zur Großzehe das Metatarsalköpfchen nach innen versetzt.
Alle angeführten Operationen werden von mir im Krankenhaus Waidhofen durchgeführt. Sollten Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an mich.
Bildmaterail Hemicap: Fa Arthrosurface,Inc.,28 Forge Parkway,Franklin, MA 02038 Kontaktinformation
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